Meine Low Carb Kokoscreme schmeckt wie das Innere eines Bounty-Riegels, nur ohne Zucker: Mandelmilch, Kokosöl und Kokosraspeln, gebunden mit Agar Agar statt Gelatine. Die Kokosraspeln kommen erst ganz zum Schluss dazu und bleiben als feine Stückchen in der Creme. Ohne sie wäre es eine glatte Creme mit Kokosgeschmack, mit ihnen erinnert mich die Textur tatsächlich an den Riegel. Aktive Arbeitszeit sind bei mir 14 Minuten, danach braucht die Creme drei Stunden im Kühlschrank.
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Warum die Creme nach Bounty schmeckt
Ein Bounty besteht im Kern aus zwei Dingen: Kokosraspeln und Fett. Genau diese Kombination steckt auch in meiner Kokoscreme drin, nur in anderer Form.
Die zwei Esslöffel Kokosöl sind dabei wichtiger, als sie aussehen. Sie liefern den Kokosgeschmack, der bei den Raspeln allein zu schwach bliebe und sie machen die Creme im Mund weich statt wässrig. Kokosöl wird bei Kühlschranktemperatur fest und gibt der Creme extra Geschmack. Mit einem neutralen Öl schmeckt das Ergebnis meiner Meinung nach deutlich flacher.
Die 30 Gramm Kokosraspeln sind der Texturgeber. Ich hebe sie zusammen mit der Sahne unter, also erst nach dem Abkühlen. Im heißen Topf würden sie aufquellen und das ist meiner Meinung nach für diese Creme nicht passend. Wenn du es feiner magst, mahl sie vorher kurz im Mixer.
Dazu die grob gehackte zuckerfreie Schokolade obendrauf: Die ist keine Deko, sondern die dritte Bounty-Komponente. Ohne sie fehlt der Creme der Kontrast.
Und die Mandelmilch? Die ist eine bewusste Entscheidung, keine Notlösung. Ich habe die Creme auch schon mit Kokosmilch gemacht. Mir war das ehrlich gesagt zu viel. Der Kokosgeschmack wird dann sehr intensiv und das Ganze ziemlich schwer. Mit Mandelmilch bleibt genug Kokos übrig, ohne dass man nach zwei Löffeln satt ist. Wenn du es besonders kräftig magst, kannst du die Mandelmilch aber natürlich durch Kokosmilch ersetzen. Funktionieren tut es.


Dessert im Glas: was vorher geht und was nicht
Die Creme muss ohnehin drei Stunden kalt stehen, bevor sie fest ist. Das macht sie zum idealen Dessert für Gäste. Du kannst sie am Vormittag ansetzen und abends servieren, ohne dass in der Zwischenzeit noch etwas zu tun wäre.
Einen Tag vorher geht auch. Länger würde ich nicht planen. Agar-Agar-Cremes können nach zwei bis drei Tagen etwas Flüssigkeit ziehen, die sich dann am Glasboden sammelt. Die Schokolade kommt erst kurz vor dem Servieren obendrauf. Liegt sie über Nacht auf der Creme, zieht sie Feuchtigkeit.
Aus der Menge werden bei mir acht kleine Gläser. Wenn du größere Portionen möchtest, reicht dasselbe Rezept für sechs. So wie auch bei meiner Rotweincreme ohne Zucker.
Häufige Fragen zu meiner Bounty Creme
Warum Agar Agar und nicht Gelatine? Agar Agar ist pflanzlich, dadurch bleibt das Dessert vegetarisch. Der Unterschied in der Handhabung: Gelatine wird eingeweicht und darf nicht kochen, Agar Agar muss kochen. Wer die Regeln verwechselt, bekommt in beiden Fällen eine flüssige Creme.
Geht die Kokoscreme auch vegan? Ja. Ersetz die Sahne einfach durch vegane Schlagsahne. Das habe ich getestet und es funktioniert genauso gut, die Creme wird genauso fest. Alle anderen Zutaten sind ohnehin pflanzlich.
Meine Creme ist flüssig geblieben – woran liegt das? Fast immer an der Kochzeit. Die vier Minuten sind das Minimum, damit Agar Agar bindet. Der zweite häufige Grund: zu wenig Agar Agar. Zwei Gramm klingen nach nichts, aber die Menge ist genau berechnet. Wieg sie bitte ab, statt sie zu schätzen.
Kann ich die Creme einfrieren? Davon rate ich ab. Agar-Agar-Gele überstehen das Einfrieren schlecht, beim Auftauen trennen sich Flüssigkeit und Masse. Drei Stunden Kühlzeit sind ohnehin der einzige Zeitaufwand.
Wie viel Kokos schmeckt man tatsächlich? Deutlich. Das ist ein Kokosdessert, kein Dessert mit Kokosnote. Wer es milder mag, halbiert die Kokosraspeln und lässt das Kokosöl weg. Dann ist es aber auch kein Bounty-Ersatz mehr. Und wenn du jetzt richtig Lust bekommen hast auch mal zuckerfreie Bountys selber zu machen, dann probier doch mal meine Kokosriegel ohne Zucker aus.
📖 Rezept
Low Carb Kokoscreme - Bounty Dessert im Glas ohne Zucker

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Zutaten
- 400 ml Mandelmilch
- 60 g Erythrit*
- 2 EL Kokosöl*
- 2 g Agar Agar*
- 200 g Sahne, nach Belieben vegan
- 30 g Kokosraspeln*
- Schokolade ohne Zucker, grob gehackt, alternativ Schokolade mind. 85% Kakao
Zubereitung
Back- Kochmodus starten- Mandelmilch, Erythrit, Kokosöl und Agar Agar in einem Topf verrühren und unter Rühren zum Kochen bringen.
- Sobald die Mischung sprudelnd kocht, die Hitze reduzieren und 4 Minuten offen weiterköcheln lassen. Erst dadurch bindet das Agar Agar.
- Topf vom Herd nehmen und die Masse 30 Minuten abkühlen lassen, nicht länger. Sahne steif schlagen und zusammen mit den Kokosraspeln unter die abgekühlte Kokosmasse heben.
- Creme auf 8 Gläser verteilen und mindestens 3 Stunden kalt stellen. Erst kurz vor dem Servieren mit grob gehackter zuckerfreier Schokolade bestreuen.
Nährwerte (ca.)
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Tanja meint
Bestimmt sehr lecker werd ich demnächst testen.Könnte man das Rezept mit Kokosmilch machen?
Staupitopia meint
Vielen Dank! Ja, Kokosmilch geht hier natürlich auch 😉