Du hast das perfekte Kuchen Rezept ohne Zucker gefunden – aber es ist für eine 26er Springform ausgelegt, obwohl du nur einen kleinen Kuchen in einer 18er Form backen möchtest? Oder du willst eine große Torte für den Geburtstag machen, aber das Rezept ist nur für eine kleine Kastenform?
Keine Panik! Du musst nicht den Taschenrechner zücken oder Pi mal Daumen schätzen. Mit meinem Backform-Umrechner kannst du jedes meiner Rezepte (und natürlich auch alle anderen) blitzschnell auf deine vorhandene Backform anpassen.
Gib einfach ein, was im Rezept steht und welche Form du nutzen möchtest – den Rest erledigt der Rechner für dich.
Backformgrößen Umrechner
Berechne die perfekte Menge für jede Backform
1 Originalform
2 Neue Form
Umrechnungsfaktor
Multipliziere alle Zutaten mit diesem Faktor
Dein Ergebnis ist da: Und so rechnest du jetzt um
Der Backform-Umrechner hat dir eine Zahl ausgespuckt (zum Beispiel 0,75). Das ist dein Umrechnungs-Faktor. Schnapp dir jetzt einen Taschenrechner (oder dein Handy) und geh dein Rezept Zutat für Zutat durch:
- Die Formel
Nimm die Menge aus dem Original-Rezept und rechne:
Original-Menge x dein Faktor = deine neue Menge - Ein kurzes Rechenbeispiel
Stell dir vor, dein Faktor ist 0,6 und im Rezept stehen 200 g Mandelmehl. Du rechnest: 200 x 0,6 = 120. Du brauchst also 120 g Mandelmehl für deine kleinere Form. - Was mache ich bei "krummen" Zahlen?
Zutaten runden: Wenn du als Ergebnis zum Beispiel 83,4 g Erythrit herausbekommst, dann mach dich nicht verrückt. Runde einfach auf 85 g auf oder auf 80 g ab. Bei Süße oder Nüssen kommt es auf das Gramm nicht an.
Bindemittel (Wichtig!): Bei Xanthan, Guarkernmehl oder Flohsamenschalen solltest du so genau wie möglich bleiben (nutze ggf. auch eine grammgenaue Küchenwaage), damit der Teig nicht glibberig wird.
Eier: Wenn du laut Rechner 1,6 Eier brauchst, schau dir meinen Tipp Nr. 2 weiter unten an (Eier verquirlen und wiegen)!
Meine 3 Tipps zum Umrechnen der Backform
- Die Backzeit ändert sich (aber nicht linear!)
Einer der häufigsten Fehler beim Backen der mir begegnet ist, dass meine Kuchen-Rezepte mit der halben Teigmenge nachgemacht werden und dann auch automatisch die Backzeit um die Hälfte gekürzt wird. Das stimmt so aber leider nicht!
Merke dir daher Folgendes:
Wenn dein Kuchen flacher wird, verkürzt sich die Backzeit etwas. Prüfe mit der Stäbchenprobe ca. 10-15 Minuten früher als im Rezept angegeben, ob dein Kuchen von innen schon durchgebacken ist.
Wenn der Kuchen höher wird: Die Hitze braucht länger, um in die Mitte von deinem Kuchen zu dringen. Reduziere die Temperatur eventuell um 10°C und backe ihn länger. Decke ihn ggf. mit Alufolie ab, sobald du merkst, dass er von oben beginnt dunkler zu werden. - Eier lassen sich schwer teilen
Nachdem du deine Backformgröße umgerechnet hast, sagt dir das Rezept, dass du zum Beispiel 1,4 Eier nehmen sollst. Was nun?
Mein Tipp: Verquirle die Eier in einem Glas und wiege sie dann ab. Ein Ei der Größe M wiegt ca. 50-55g. Für 0,4 Eier brauchst du also ca. 20g Eimasse.
Alternativ: Bei kleinen Abweichungen (z.B. 1,8 Eier) oder wenn es sich um einen einfachen Rührkuchen ohne Zucker handelt runde ich bei meinen Rezepten einfach auf. Ein bisschen mehr Eimasse ist meiner Erfahrung nach in zuckerfreien Kuchen Rezepten nie ein Problem. - Bindemittel anpassen:
Wenn du ein Kuchen Rezept drastisch verkleinerst (z.B. auf 1/4), sei vorsichtig mit Bindemitteln wie Xanthan, Guarkernmehl oder Flohsamenschalen. Es kann sein, dass du von diesen Bindemitteln nur eine sehr kleine Menge brauchst. Diese solltest du aber dennoch gut abmessen, da diese Bindemittel die Eigenschaft besitzen eine größe Menge an Flüssigkeit zu binden.
Um so kleine Mengen abzuwiegen ist eine grammgenaue Küchenwaage* sehr gut geeignet. Alternativ nehme ich aber auch gerne diese kleinen Messlöffel* mit Grammangaben.
Oft gestellte Fragen
Ja! Ein Standard-Backblech entspricht von der Teigmenge her ungefähr zwei Springformen (Ø 26 cm). Wenn du ein Blechkuchen-Rezept hast, dann nimm die Hälfte der Zutaten für eine runde Form.
Bei sehr kleinen Mengen (z.B. "eine Messerspitze") ist das Umrechnen schwer. Hier würde ich dir empfehlen: Nimm lieber etwas weniger als zu viel, damit dein Low Carb Kuchen nicht “seifig” schmeckt.
Welchen Kuchen bäckst du heute?
Jetzt hast du die richtige Formgröße – fehlt nur noch das Rezept! Stöbere hier durch meine liebsten Low Carb Kuchen Rezepte:









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