
Haselnüsse sind die Zutat, die die meisten von uns sofort mit Nuss-Nougat-Creme verbinden. Ihr intensives Röstaroma ist einfach unverwechselbar. Genau dieses Aroma steckt auch in selbstgemachtem Haselnussmus (manche nennen es auch Haselnussmark – beides meint dasselbe). Du kannst es aus nur einer Zutat und in wenigen Minuten zubereiten: Haselnüsse und ein guter Mixer, mehr braucht es nicht. Ob du sie vorher röstest oder roh verarbeitest - am Ende hast du ein cremiges Mus, das sich perfekt zum Backen, Naschen oder als Brotaufstrich eignet.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du dein Haselnussmus garantiert cremig hinbekommst und verrate dir auch meinen wichtigsten Tipp fürs Mixen, den ich mir selbst erst nach ein paar Versuchen erarbeitet habe.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Haselnussmus lässt sich deutlich leichter herstellen, wenn du die Haselnüsse vorher im Ofen röstest, statt sie direkt roh in den Mixer zu geben. Rohe Haselnüsse brauchst du zwar auch nur so lange zu mixen, bis Öl austritt und die gewünschte Feinheit erreicht ist, aber viele Mixer stoßen dabei schnell an ihre Grenzen. Nach dem Rösten geht es dagegen deutlich schneller und schonender für deinen Mixer.
Interessant ist, dass sich das von Nusssorte zu Nusssorte unterscheidet: Auch beim Mandelmus lohnt sich das Rösten. Bei Erdnussmus ist es dagegen genau umgekehrt: Erdnüsse lassen sich auch roh sehr schnell und unkompliziert zu einem Mus verarbeiten, ganz ohne den Zwischenschritt im Ofen. Einen Überblick über alle meine Nussmus-Rezepte findest du gesammelt an einem Ort.
Ein Tipp noch fürs Mixen selbst: Wenn sich die Haselnussmasse außen an den Rand deines Mixbehälters drückt, stoppe kurz und schieb sie mit einem Spatel wieder nach unten in die Mitte. Je flüssiger die Masse mit der Zeit wird, desto seltener musst du das machen.


Warum Haselnussmus fürs zuckerfreie Backen so wichtig ist
Wenn ich ein Rezept ohne Mehl und Zucker entwickle, greife ich oft zu Nussmus. Haselnussmus gehört dabei zu meinen liebsten Zutaten. Es übernimmt bei mir gleich mehrere Aufgaben auf einmal: Es ersetzt Butter oder Öl, sorgt für Bindung im Teig, und weil geröstete Haselnüsse von Natur aus schon leicht süßlich schmecken, komme ich oft mit weniger zusätzlichem Süßungsmittel aus. Am meisten schätze ich aber, wie saftig es meine Kuchen und Kekse macht. Gerade bei komplett mehlfreien Teigen kippt die Konsistenz sonst schnell ins Krümelige und genau das verhindert das Haselnussmus.
Rezepte mit Haselnussmus
Haselnussmus ist bei mir eine der vielseitigsten Zutaten überhaupt. Im Haselnusskuchen ohne Mehl und Zucker übernimmt es die Rolle der Butter und macht den Kuchen dabei besonders saftig. Für ein cremiges Haselnusseis ist es ebenfalls die Basis und auch für meine Haselnusscreme sowie die Nuss Nougat Creme ohne Zucker – meine zuckerfreie Antwort auf den Klassiker aus dem Supermarkt – ist es die wichtigste Zutat. Auch für Plätzchen mit gemahlenen Haselnüssen und meinen Nougat Kuchen ist Haselnussmus eine tolle Zutat. Weitere Ideen findest du in meiner Rezeptsammlung mit Haselnussmus.

FAQ
Wie lange kann ich mein selbstgemachtes Haselnussmus aufbewahren? In einem verschließbaren Gefäß abgefüllt hält sich Haselnussmus problemlos mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate. Du kannst es ganz einfach bei Zimmertemperatur aufbewahren.
Was wäre ein Ersatz für Haselnussmus? Anstelle von Haselnussmus kannst du in Rezepten natürlich auch jedes andere Nussmus gut verwenden. Mandelmus oder Erdnussmus sind zum Beispiel auch immer sehr leckere Alternativen. Auch Butter ist ein möglicher Ersatz für Haselnussmus.
Welchen Mixer sollte ich zum Selbermachen von Haselnussmus verwenden? Für die Herstellung von Haselnussmus solltest du unbedingt einen Hochleistungsmixer* nehmen. Kleine Mixer zum Beispiel haben einfach nicht genug Kraft um die Haselnüsse so stark zu mixen, dass Öl austreten kann.
📖 Rezept
Haselnussmus (Haselnussmark) selber machen ohne Zucker

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Mein Rezept-Video
Zutaten
- 500 g ganze Haselnüsse*
Zubereitung
Back- Kochmodus starten- Heiz den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor, verteil die Haselnüsse auf einem Backblech und röste sie 8 bis 10 Minuten.
- Lass die Haselnüsse komplett abkühlen, bevor du sie in einen Hochleistungsmixer gibst. Mix sie 5 bis 10 Minuten, bis Öl austritt. Schau dabei immer wieder rein: Drückt sich die Masse an den Rand des Mixbehälters, stoppe kurz und schieb sie mit einem Spatel wieder nach unten. Je flüssiger die Masse wird, desto seltener brauchst du das zu tun.
- Mix weiter, bis dein Haselnussmus die gewünschte Konsistenz erreicht hat und füll es danach in ein sauberes, verschließbares Glas.
- Wenn es schneller gehen soll, kannst du den Röst-Schritt auch überspringen. Dann brauchen die Haselnüsse im Mixer etwa 10 Minuten länger, bis sie cremig werden.
Nährwerte
Die Informationen zu den Nährwerten sind ungefähre Angaben und werden automatisch berechnet.



















Sabine meint
Ich bin mit deinen Rezepten, immer zufrieden🥰
Staupitopia meint
Vielen Dank! Das freut mich sehr ☺️
Anna meint
Heute gleich ausprobiert und für Lecker befunden ...mhhhhhh
Staupitopia meint
Vielen Dank 🙂
Jule meint
Hallo Katrin und danke für deine tollen Rezepte 🙂 Kann ich auch gemahlene statt ganze Haselnüsse nehmen? VG
Staupitopia meint
Hallo Jule,
ja, das geht auch ;-).
Liebe Grüße
Katrin