
Dieser Low Carb Kürbiskuchen mit Cream Cheese Frosting ist ein echtes Highlight in der Herbstzeit. Er ist super einfach gemacht und besticht durch seine tolle Farbe. Wenn du ihn einmal probiert hast, wirst du diesen Low Carb Kürbiskuchen bestimmt immer wieder gerne backen, wenn dir ein Hokkaido Kürbis in die Arme fällt. Also nicht wie los und lass dir diesen wundervollen Kürbiskuchen schmecken.
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Der Boden von meinem Kürbiskuchens kommt mit 60 Gramm Kokosmehl aus. Das Kürbisfleisch übernimmt den Rest der Masse, die sonst das Mehl liefern würde. Damit er trotzdem locker wird, trennst du die Eier und hebst den steifen Eischnee zum Schluss unter. Darauf kommt ein Frosting aus Frischkäse und geschlagener Sahne. Ein Stück liegt bei 3 Gramm Kohlenhydraten, womit der Kuchen auch in eine ketogene Ernährung passt.
Backen mit dem Hokkaido Kürbis
Für diesen Kuchen nehme ich Hokkaido und der Hauptgrund ist bequem: Seine Schale können wir mitessen. Du raspelst ihn also einfach mitsamt Schale, ohne vorher zu schälen. Bei Butternut geht das zum Beispiel nicht, dessen Schale ist hart und bleibt es auch beim Backen.
Der zweite Grund ist die Farbe. Das kräftig orangerote Fruchtfleisch gibt dem Kuchen genau den Ton, den man bei einem Kürbiskuchen erwartet. Mit einem helleren Kürbis sieht der Teig eher aus wie ein normaler Rührkuchen.
Und der dritte: Geschmack. Hokkaido ist leicht nussig und das ist im Kuchen ein Vorteil. Kürbis liefert hier nicht nur Masse, sondern auch Aroma.
Wenn du in dieser Saison mehr damit backen willst, findest du bei mir weitere Low Carb Kürbis Rezepte: Vom Kürbisbrot ohne Mehl über Kürbiskekse ohne Zucker bis zum Low Carb Ofenpfannkuchen mit Kürbis.

Ist Kürbis überhaupt Low Carb?
Die Frage bekomme ich oft und sie ist berechtigt: Kürbis schmeckt süßlich, also unterstellt man ihm schnell viele Kohlenhydrate.
Hokkaido liegt bei rund 5,6 Gramm Kohlenhydraten pro 100 Gramm. Zum Vergleich: Eine Kartoffel kommt auf etwa das Dreifache, Mehl auf mehr als das Zehnfache. In diesem Kuchen stecken 120 Gramm Kürbis auf zwölf Stücke, also rund 7 Gramm Kohlenhydrate für die ganze Form.
Deshalb ist der Kuchen mit 3 Gramm pro Stück auch keto-tauglich. Der größere Teil dieser 3 Gramm kommt nicht einmal vom Kürbis, sondern vom Kokosmehl und vom Frischkäse.
Butternut liegt übrigens ähnlich niedrig, nur müsstest du ihn schälen. Wovon ich in einem Low-Carb-Rezept abraten würde, sind Speise- oder Gartenkürbisse mit hellem, wässrigem Fleisch. Die bringen weder Aroma noch Farbe mit.
Kürbis trifft auf Cream Cheese Frosting
Das Frosting besteht aus 250 Gramm Frischkäse und 200 Gramm geschlagener Sahne. Die Kombination hat einen Grund: Frischkäse allein wäre zu schwer und zu fest zum Streichen, Sahne allein zu instabil. Zusammen bekommst du eine Creme, die luftig bleibt und trotzdem auf dem Kuchen stehen bleibt.
Der Teelöffel Guarkernmehl ist dabei die Versicherung. Er wird zuerst mit dem Erythrit vermischt und dann in die geschlagene Sahne eingerührt. So verklumpt er nicht. Danach hält das Frosting auch dann noch, wenn der Kuchen ein paar Stunden steht.
Wichtig ist nur die Reihenfolge: Erst Sahne steif schlagen, dann Erythrit-Guarkernmehl-Mischung einrühren und den Frischkäse zum Schluss unterheben. Rührst du den Frischkäse zu früh dazu, fällt die Sahne zusammen. Und der Boden muss vollständig abgekühlt sein, bevor das Frosting daraufkommt. Auf einem noch warmen Kuchen wird die Creme flüssig.
Den richtige Kürbis zum Backen
Der Hokkaido Kürbis ist normalerweise sehr lange haltbar. Wer aber beim Kauf von einem Kürbis auf Nummer sicher gehen möchte, der kann im Supermarkt die frische von einem Kürbis “erklopfen”.
Dazu klopfst du einfach mit deinen Fingerknöcheln auf den Kürbis. Erklingt ein hohles Geräusch, dann hast du einen frischen Kürbis vor dir. Ist das Geräusch eher dumpf, dann such dir lieber einen anderen Kürbis aus.
Natürlich kannst du dich außerdem auch auf deinen ersten Eindruck verlassen. Ist die Farbe von dem Kürbis kräftig und wirkt er prall gefüllt, dann wird er auch mit hoher Wahrscheinlichkeit aromatisch und lecker sein.
Oft gestellte Fragen zu meinem Low Carb Kürbiskuchen
Ich mag kein Kokos. Kann ich Kokosmehl und Kokosöl ersetzen? Ja, beides. Das Kokosöl tauschst du 1:1 gegen Butter. Beim Mehl rechnest du um: Statt 60 Gramm Kokosmehl nimmst du 80 Gramm entöltes Mandelmehl. Der Kuchen funktioniert damit genauso. Mehr zu solchen Umrechnungen habe ich in meinem Beitrag Low Carb Mehl ersetzen gesammelt.
Kann ich den Kürbis durch Möhren ersetzen? Ja, 1:1. Wer keinen Kürbis mag oder außerhalb der Saison backen möchte, raspelt einfach Möhren. Der Kuchen wird dadurch etwas süßer im Geschmack.
Warum wird der Eischnee separat untergehoben? Weil Kokosmehl sehr viel Flüssigkeit bindet und der Teig dadurch schwer wird. Der steife Eischnee bringt die Luft zurück, die der Kuchen zum Aufgehen braucht. Heb ihn deshalb vorsichtig unter statt ihn einzurühren. Wenn du ihn zerrührst, ist die Arbeit umsonst gewesen.
📖 Rezept
Low Carb Kürbiskuchen mit Cream Cheese Frosting

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Zutaten
- 120 g Kürbis, Hokkaido (geraspelt)
- 100 g Erythrit*, zu Puder gemahlen
- 60 g Kokosmehl*
- 4 Eier
- 30 g Kokosöl*
- 1 Pck. Natron*, = 5 g
- ½ TL Ceylon Zimt*
- Vanilleextrakt*, nach Belieben
- 250 g Frischkäse
- 200 g Sahne
- 100 g Erythrit*, zu Puder gemahlen
- 5 ml Zitronensaft
- 1 TL Guarkernmehl*
- Vanilleextrakt*, nach Belieben
Zubereitung
Back- Kochmodus starten- Ofen auf 180 Grad Ober-und Unterhitze vorheizen.Kokosöl schmelzen.
- Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.
- Erythrit, Kokosmehl, Natron und Zimt miteinander vermischen.Kokosöl, Eigelb, Vanilleextrakt sowie Kürbis hinzugeben und alles zusammen glatt rühren.
- Eiweiß vorsichtig unter die Teigmasse heben (nicht einrühren) und Teig in eine 22 cm breite, eingefettete Springform füllen.
- Kuchen im vorgeheizten Backofen für 25 - 30 Minuten backen.
- Für das Frosting, Erythrit und Guarkernmehl miteinander vermischen.Sahne steif schlagen und Erythrit-Guarkernmehl-Mischung Schritt für Schritt einrühren.
- Frischkäse, Vanilleextrakt sowie Zitronensaft miteinander verrühren und unter die Sahne heben.
- Frosting auf den abgekühlten Boden streichen und nach Belieben, z.B. mit Cashewkernen dekorieren.
- Lass es dir schmecken!



























Ms Collineo meint
Hallo Katrin,
Erst ein mal ein großes Kompliment für deine Homepage, einfach klasse. Folge dir fleißig auf pinterest.
Meine Fragen: kann ich 1:1 den Kürbis durch Möhren ersetzen? Bin nämlich kein Kürbis Fan. Warum San Apart? Ist das Low Carb. VG aus Leipzig
Staupitopia meint
Hi Collineo,
vielen lieben Dank. Den Kürbis solltest du problemlos 1:1 durch Möhren ersetzen können. San Apart ist eigentlich nicht Low Carb. In der geringen Menge, die im Rezept verwendet wird, ist es allerdings kein Problem 😉
Lg, Katrin
Gabi meint
Ich wurde dieses Jahr mit Kürbis überflutet und bin immer noch auf der Suche nach Rezepten. Der Kuchen sieht super lecker aus, vor allem mit dem Frosting.
Und jetzt kommt mein ABER, ich mag kein Kokos und in dem Kuchen sind sogar zwei Kokoskomponenten… ich weiß, dass ich mit gewissen Umrechnungen das Kokosmehl durch Mandelmehl ersetzen kann… aber, wie sieht das mit dem Öl aus?
Oder macht dann der Kuchen insgesamt keinen „Sinn“ mehr?
Vielen Dank für deine tollen Rezepte und Grüße aus dem Süden Deutschlands
Staupitopia meint
Hallo Gabi,
vielen Dank. Doch, doch, du kannst den Kuchen schon auch ohne "Kokos" backen. Das Kokosöl könntest du z.B. durch Butter ersetzen und anstelle von 60 g Kokosmehl könntest du auch 80 g entöltes Mandelmehl nehmen. Wenn du noch nach anderen Alternativen suchst, dann hilft dir dieser Beitrag vielleicht weiter: https://staupitopia-zuckerfrei.de/low-carb-mehl-ersetzen/
Liebe Grüße
Katrin